Am Montag, den 10.10.15 starteten wir in die zweite Kindergartenwoche. Das Wochenende war irgendwie komisch, ich hatte den Eindruck Julius konnte gar nichts mit sich anfangen, wollte spielen, dann aber auch wieder nicht, wollte nur ständig Feuerwehrmann Sam schauen, das wollten wir aber nicht, es war irgendwie der Wurm drin. Aber ich weiß ja, es war wohl sehr viel für ihn zu verarbeiten.
Am Montag wurde er dann um 5.00h wach, wollte mit mir nach unten gehen, und auf der Couch liegen und kuscheln. Dort schlief er dann wieder ein, und als mein Wecker um 6.45h klingelte schlich ich in die Küche, um seine Brotdose vorzubereiten. Er wurde dann auch wach und rief nach mir, und sagte dann, "mir geht´s heute nicht so gut." oh. Ich streichelte ihm seinen Bauch, und sagte ich würde gerade seine Kindergarten-Brotbox fertig machen, da wären tolle Sachen drin! Und dass ich schon ganz neugierig wäre, was es heute zu Mittag gäbe. Er fragte dann, ob ich ihn heute früher abholen könne, und ich sagte, "natürlich, ich kann Dich auch nach dem Mittagessen abholen!" Das fand er eine sehr gute Idee. So waren wir wieder kurz vor 8h da, und auf dem Weg hoch sahen wir uns an, was es heute zu essen gibt: Fisch, Reis, eine Soße mit Erbsen und Möhren und als Nachtisch einen Keks. Hmmmmm! Als wir in die Garderobe gingen, fragte Julius ob ich noch ein bisschen mit rein komme. Das bejahte ich, und wir begrüßten alle. Vielmehr ich, denn Julius versteckte sich sehr hinter mir. Wir sahen dann, dass ein anderes Kind seiner Mama an der Fensterfront winkte, und da sagte ich zu Julius das wäre doch auch toll, wenn er mir auch winken würde! Und das ich ihn ja nach dem Essen wieder abhole. Er fand die Idee auch gut, und ging mit einer seiner Erzieherinnen zum Fenster. Ich ging schnell runter, und wir winkten uns zu. Ein bisschen unglücklich sah er schon aus, und im Wegfahren war ich dann doch irgendwie sehr traurig. Zumindest für einen Moment. Irgendwie ist er doch immer noch mein kleines Baby. Aber ich weiß,dass er viel Spaß haben wird! Als ich ihn dann um 12.45h abholte, war er ziemlich müde und schlief auch direkt im Auto ein. Er schlief dann ca. 2 Stunden und dann verbrachten wir noch einen schönen Nachmittag.
Am Dienstag brachte ich ihn um 8.00 und wir planten eine Abholung im 14.10h, also mit Mittagsschlaf. Das klappte auch soweit sehr gut, und als ich Julius abholte gingen wir noch in den Garten, wo ich schon angefangen hatte das ganze Unkraut auszugraben, dabei hilft Julius immer sehr gerne. Ein sehr schöner, sonniger Nachmittag. Julius erzählte, dass er geweint hat weil ein Junge ihm Sand über den Kopf geschüttet hat (grummel), aber die Erzieherin hätte ihn getröstet. Als ich eine kleine Schürfwunde am Knie entdeckte und ihn danach fragte, erzählte er mir er sei ausgerutscht und hätte geweint."Dann kam eine nette Dame und hat mich gefragt ob ich mir weh getan habe. Die hat mich dann zu Renate gebracht. Und dann ging es wieder." Hach, immer wenn er dieses "nette Dame" sagt! So zuckersüß.
Am Mittwoch wiederholte sich der Tagesablauf von 8.00-14.10h, wobei Julius auch hier wieder so müde war, dass er einfach im Auto weiterschlief, und auch zuhause noch bis 15.30h. Man merkt jetzt auch zuhause, dass er sich irgendwie verändert. Ich muss mir zum Beispiel ungefähr 5x täglich anhören "Du bist doof!" - aber zum Glück nicht nur ich, sondern auch der Papa, und die Oma. Und wer sonst noch immer nicht genau das macht, was Julius gerade will. Kritikfähig ist er gerade überhaupt nicht (soweit das ein 3-jähriger überhaupt sein kann, aber sonst hat er sich zumindest Vorschläge von uns angehört), wenn wir etwas verbessern wollen oder ihm einen Rat geben, wird gleich alles daher geworfen, er zieht eine Riesenschüppe, und geht weg. Oder weint sofort. Da merkt man schon, dass da viele Eindrücke auf ihn einprasseln. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er gar nicht mehr weiß gerade, wie er sich verhalten soll. Auf der anderen Seite hat er mir Geschenke mitgebracht, er hat nämlich Steine für mich gesammelt! Die hat er mir alle der Reihe nach gegeben, die waren in allen Hosentaschen versteckt. Hach! Nur für mich, hat er gesagt. Herzplüsch.
Am Donnerstag spitzte sich die Situation irgendwie zu. Er wollte schon morgens nicht in den Kindergarten, nicht da schlafen, nicht da essen. Natürlich fuhren wir dann doch, ich versuchte ihn zu bespaßen, allerdings trafen wir zeitgleich mit einem Rabaukenkind ein. Julius machte in der Umkleide das Licht an, das andere Kind machte es auch. Er machte es wieder an, mit wütendem Gesicht. Der andere machte es wieder aus. Dann fing auch schon die Schubserei an. Wir Mütter intervenierten also, und als wir in den Gruppenraum gingen, kam das nächste Rabaukenkind an Julius vorbei und maulte ihn gleich im Vorbeigehen an" Du darfst hier nicht mitspielen." - Bingo. Das wird ein guter Tag. Julius klammerte sich natürlich an mich, ich musste an genau diesem Tag halbwegs pünktlich im Büro sein, er ließ sich überhaupt nicht beruhigen und auch nicht ablenken und klammerte nur an mir. Ich sagte ihm dann, dass Papa ihn um 12.45h abholen würde, ohne schlafen. Ich sollte aber stattdessen Papa gleich anrufen, damit der ihn abholte. Ein Drama. Ich fragte eine Erzieherin, wie man an solchen Tagen am Besten handelt. Sie sagte, was ich natürlich weiß, ich müsste am Besten das Kind übergeben und gehen. Sie würden ja auch anrufen, wenn es nicht geht. Und ich weiß ja auch von der Tagesmutter, dass je länger man bleibt, desto blöder wird es. Ich wollte ihr also Julius auf den Arm geben, der ließ sich mittlerweile von mir auch kaum noch anfassen, und brüllte wie am Spieß. Ich hätte ihn am liebsten wieder eingepackt und mit nach Hause genommen. So zumindest sprach das Herz. Aber ich nahm ihn auf dem Arm, verabschiedete mich unter Mordsgebrüll und übergab ihn. Dieses Gebrüll, als ich ging....fürchterlich. Ich hätte heulen können auf der Fahrt ins Büro. Als ich auf dem Parkplatz ankam, erreichte mich eine sms einer anderen Mutter, dass er jetzt nicht mehr weinen würde und mit der Erzieherin ein Buch anschaue. Für diese Nachricht war ich echt dankbar. Trotzdem war der Tag murks. Der Papa holte ihn dann um 12.45h ab, wobei er ihn im Badezimmer mit einer Erzieherin fand, denn er hatte ein Spielzeug an die Lippe geworfen bekommen. War ja klar. Es wurde gerade gekühlt, und es ging ihm aber ganz gut. Während die beiden nach Hause fuhren, schlief er dann ein und zuhause weiter bis ca. 15.00h. Nachmittags wollten wir Plätzchen backen, und davon welche am Freitag mit in den Kindergarten nehmen. Julius hat selbst den Teig ausgerollt und selber ausgestochen. Und seine Sachen nachher gespült ;-)
Am Freitag war er jedoch morgens wieder entspannter, ich musste auch nicht zur Arbeit, und so gingen wir wieder gemeinsam in den Gruppenraum und zum Fenster, von dem aus er mir winken kann. Er sagte dann noch: Aber nicht wieder so langsam! , also ich sollte schneller die Treppen runter zum Weg um zu winken :-)
Ich sagte ihm noch, dass ich ihn mittags abhole, aber als ich dann um 12.45h da war, sagte mir eine Erzieherin, er wäre schon mit nach oben zum Schlafen gegangen. Auch recht! Da ich ja nur 4 Minuten mit dem Auto zum Kindergarten fahre, bin ich also wieder nach Hause und kehrte um 14.10h zurück, um ihn abzuholen. Die Plätzchen, die wir morgens abgegeben hatten, wurden als Nachtisch verteilt und haben allen geschmeckt. Ich sprach noch kurz mit einer anderen Mutter, und als ich zur Turnhalle hoch ging, stand er da schon im Vorraum, noch ziemlich müde. Ich zog ihn an und trug ihn nach unten, und er schlief wieder im Auto ein. Zuhause schlief er dann noch bis 15.30h rum.
Am Samstag verbrachten wir den ganzen Vormittag im Kiki Island. Das hat er sich verdient! Und wir hatten einen Riesenspaß! Toll war das. Und er war so mutig! Er klammerte wirklich überhaupt nicht an mir! Das ist mir schon aufgefallen. In dem großen Klettergerüst neben der Rutsche konnten auch die Erwachsenen mit klettern, das haben wir so oft gemacht und das war super! Und diese Riesenrutsche ist er ganz alleine runtergerutscht, als ich einen Moment nicht hinsah! Einfach so - und dann immer wieder. Und total glücklich. Das war ein sehr, sehr schöner Vormittag für uns beide. Wir aßen noch die üblichen Pommes mit Chicken Nuggets und fuhren um 14.30h nach Hause. Und Julius? Der schlief bis 17.30h! Abends gingen wir dann noch in die Stadt, um live Musik zu hören und eine Kugel Erdbeereis zu essen. Natürlich mit dem Laufrad hingefahren. Ein erstes richtiges Fahrrad habe ich übrigens auch schon von meiner Freundin Kathrin bekommen. Das liegt erst mal bei meinen Eltern. Das kann ich mir noch gar nicht vorstellen, dass der kleine Mann schon bald Fahrrad fährt! Hilfe ;-)
Am Dienstag brachte ich ihn um 8.00 und wir planten eine Abholung im 14.10h, also mit Mittagsschlaf. Das klappte auch soweit sehr gut, und als ich Julius abholte gingen wir noch in den Garten, wo ich schon angefangen hatte das ganze Unkraut auszugraben, dabei hilft Julius immer sehr gerne. Ein sehr schöner, sonniger Nachmittag. Julius erzählte, dass er geweint hat weil ein Junge ihm Sand über den Kopf geschüttet hat (grummel), aber die Erzieherin hätte ihn getröstet. Als ich eine kleine Schürfwunde am Knie entdeckte und ihn danach fragte, erzählte er mir er sei ausgerutscht und hätte geweint."Dann kam eine nette Dame und hat mich gefragt ob ich mir weh getan habe. Die hat mich dann zu Renate gebracht. Und dann ging es wieder." Hach, immer wenn er dieses "nette Dame" sagt! So zuckersüß.
Am Mittwoch wiederholte sich der Tagesablauf von 8.00-14.10h, wobei Julius auch hier wieder so müde war, dass er einfach im Auto weiterschlief, und auch zuhause noch bis 15.30h. Man merkt jetzt auch zuhause, dass er sich irgendwie verändert. Ich muss mir zum Beispiel ungefähr 5x täglich anhören "Du bist doof!" - aber zum Glück nicht nur ich, sondern auch der Papa, und die Oma. Und wer sonst noch immer nicht genau das macht, was Julius gerade will. Kritikfähig ist er gerade überhaupt nicht (soweit das ein 3-jähriger überhaupt sein kann, aber sonst hat er sich zumindest Vorschläge von uns angehört), wenn wir etwas verbessern wollen oder ihm einen Rat geben, wird gleich alles daher geworfen, er zieht eine Riesenschüppe, und geht weg. Oder weint sofort. Da merkt man schon, dass da viele Eindrücke auf ihn einprasseln. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er gar nicht mehr weiß gerade, wie er sich verhalten soll. Auf der anderen Seite hat er mir Geschenke mitgebracht, er hat nämlich Steine für mich gesammelt! Die hat er mir alle der Reihe nach gegeben, die waren in allen Hosentaschen versteckt. Hach! Nur für mich, hat er gesagt. Herzplüsch.
Am Freitag war er jedoch morgens wieder entspannter, ich musste auch nicht zur Arbeit, und so gingen wir wieder gemeinsam in den Gruppenraum und zum Fenster, von dem aus er mir winken kann. Er sagte dann noch: Aber nicht wieder so langsam! , also ich sollte schneller die Treppen runter zum Weg um zu winken :-)Ich sagte ihm noch, dass ich ihn mittags abhole, aber als ich dann um 12.45h da war, sagte mir eine Erzieherin, er wäre schon mit nach oben zum Schlafen gegangen. Auch recht! Da ich ja nur 4 Minuten mit dem Auto zum Kindergarten fahre, bin ich also wieder nach Hause und kehrte um 14.10h zurück, um ihn abzuholen. Die Plätzchen, die wir morgens abgegeben hatten, wurden als Nachtisch verteilt und haben allen geschmeckt. Ich sprach noch kurz mit einer anderen Mutter, und als ich zur Turnhalle hoch ging, stand er da schon im Vorraum, noch ziemlich müde. Ich zog ihn an und trug ihn nach unten, und er schlief wieder im Auto ein. Zuhause schlief er dann noch bis 15.30h rum.
Am Samstag verbrachten wir den ganzen Vormittag im Kiki Island. Das hat er sich verdient! Und wir hatten einen Riesenspaß! Toll war das. Und er war so mutig! Er klammerte wirklich überhaupt nicht an mir! Das ist mir schon aufgefallen. In dem großen Klettergerüst neben der Rutsche konnten auch die Erwachsenen mit klettern, das haben wir so oft gemacht und das war super! Und diese Riesenrutsche ist er ganz alleine runtergerutscht, als ich einen Moment nicht hinsah! Einfach so - und dann immer wieder. Und total glücklich. Das war ein sehr, sehr schöner Vormittag für uns beide. Wir aßen noch die üblichen Pommes mit Chicken Nuggets und fuhren um 14.30h nach Hause. Und Julius? Der schlief bis 17.30h! Abends gingen wir dann noch in die Stadt, um live Musik zu hören und eine Kugel Erdbeereis zu essen. Natürlich mit dem Laufrad hingefahren. Ein erstes richtiges Fahrrad habe ich übrigens auch schon von meiner Freundin Kathrin bekommen. Das liegt erst mal bei meinen Eltern. Das kann ich mir noch gar nicht vorstellen, dass der kleine Mann schon bald Fahrrad fährt! Hilfe ;-)





Der kleine Mann wird grösser ... so schnell!
AntwortenLöschenIch wünsche Dir und auch Deinem Kindergartenkind alles Gute
Elisabeth
Das läuft ja super gut :). Bis auf den einen Tag funktioniert das ja wunderbar. Und eure Plätzchen sehen ja auch so toll aus, eine sehr schöne Idee die den anderen mit in den Kindergarten zu bringen.
AntwortenLöschenDie Erzieherinnen scheinen ja ganz liebe zu sein :)