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Freitag, 18. September 2015

Mein Kletterkind.

Das Kind klettert.

Wie ein Großer! Nichts ist vor ihm sicher. Letztens kletterte er bei uns im Apfelbaum, und war glücklich! Und am Feuerwehrspielplatz klettert er ständig überall hoch und runter. Letztens war das Feuerwehrauto dran. Bis auf das Dach wollte er!


  

 

 
Auch beim Kinderturnen ist es die Sprossenwand, die ihn magisch anzieht. Bis ganz nach oben! Und dann wieder ein bisschen runter, und dann am besten in die Matte fallen lassen - großartig!

Und ich? Ich wachse an meinen Aufgaben, mein Herz schlägt nicht mehr bis zum Hals, ich übe mich in Gelassenheit, und stehe bereit um ihn aufzufangen. Und schaffe es dennoch, ihn zu ermutigen. 
Ich bin stolz. Auf ihn, auf mich.


Mittwoch, 16. September 2015

Sätze mit Herz im vierten Lebensjahr :-)

"Mami, ich möchte Dir etwas sagen. Ich wünsche Dir einen schönen Tag bei der Arbeit!" - morgens auf dem Weg zum Kindergarten.

"Damals, als ich noch ganz klein war, soooooo mini-klein, da hatte ich noch nicht so viel gegessen, aber jetzt, jetzt werde ich immer größer, weil ich so gut esse! Heute im Kindergarten habe ich 18 Portionen Hühnersuppe gegessen!"

"Die Arbeit heißt Arbeit, weil man da arbeitet."

[to be continued]

Montag, 10. August 2015

So war die erste Woche im Kindergarten!

Nachdem am Samstag, den 01.08.15 das Abschieds-Sommerfest bei der geliebten Tagesmutter war, startete dann am Montag, den 03.08. bereits die Eingewöhnung in unserem Kindergarten. Julius ist ja in der Merlin-Gruppe eines AWO-Kindergartens. Am ersten Tag packte ich also seinen Kindergartenrucksack mit seiner neuen Brotdose, die er allerdings in grün hat, (Yumbox Lunchbox mit 6 Fächern, auslaufsicher und untereinander dichte Fächer (Framboise Pink) (die ich grandios finde!) und ich weckte ihn dann erst, damit er noch seine Kindergartentüte bekommen konnte. Die habe ich selbst gebastelt, indem ich einfach einen blauen Rolling gekauft habe und Feuerwehrmann-Sam-Servietten aufgeklebt habe. Er bekam eine Kleinigkeit für den Kindergartenstart, nämlich die Feuerwehrmann-Sam-Rettungsschere und ein Pixi-Buch. Nichts wildes, keine Süßigkeiten. 

Kindergarten-Tüte
Yumbox
Dann ging es auch schon los! Kurz vor 8h waren wir am Kindergarten, und nachdem wir die Hausschuhe angezogen hatten, ging es in den Gruppenraum. Eigentlich sind es drei Räume, der Bastelraum mit Zugang auf das tolle Außengelände, der Hauptraum mit Bau- und Puppenecke, und die Küche, in der gefrühstückt und mittag gegessen wird. Julius ist dort von 7.15h bis 16.15h "gebucht", mit Mittagessen und Mittagsschlaf. Der Kindergarten hat eine eigene Köchin, das finde ich sehr toll. Effektiv ist der Plan, dass Julius von 7.45h bis ca. 15.00h betreut wird. Wenn er irgendwann nicht mehr Mittag schläft, hole ich ihn vielleicht auch eher ab. Wenn er von sich aus einmal länger bleiben will, auch gut. 

Normalerweise ist der Ablauf so, dass von 7.15h bis 9.30h Freispielphase ist. Um 9.30h gibt es Frühstück. Danach gehen die Kinder derzeit nach draußen und spielen, bei schlechtem Wetter wird drinnen gebastelt oder ähnliches. Um 12.00h gibt es Mittagessen, das ist bis 12.45h geplant, dann gehen die Mittagsschlafkinder nach oben in die Turnhalle und schlafen bis 14.10h. Danach geht es noch einmal in den Gruppenraum, wobei dann nachmittags alle 3 Gruppen zusammengelegt werden. Da sind dann nämlich nicht mehr so viele Kinder da. 

Dienstag ist Spiezeugtag, da können die Kinder ein Spielzeug von sich mitbringen, Mittwochs wird geturnt, und Donnerstag gibt es Teilefrühstück, da kann sich jeder was vom Buffet nehmen. 

Wie lief also unsere erste Woche?

Am Montag waren wir von 8.00h bis 9.30h da, und das war schon ganz schön aufregend für Julius. Es war noch eine andere Mutter da, die ihren Sohn zur Eingewöhnung brachte, und wir beide saßen dort an einem Tisch und bekamen einen Kaffee, während die Kinder sich umsehen konnten, aber meistens natürlich bei uns am Arm klammerten. Julius war sehr zurückhaltend, flüsterte eigentlich nur, und ich musste überall mit hingehen. Aber er war auch sehr neugierig, und fast schon ein bisschen traurig als es um 9.30 hieß, dass wir dann für heute wieder gehen. Er wollte nämlich eigentlich mit den anderen Kindern frühstücken. Wir fuhren dann nach Hause, und spielten dort, auf seine Initiative hin, Kindergartenfrühstück. Danach machten wir uns einen schönen Tag und gingen in die Stadt.

Auf dem Weg zum Kindergarten!

Am Dienstag waren wir wieder kurz vor 8h da, und Julius bewegte sich schon ein bisschen freier im Gruppenraum. Ich musste allerdings immer in Sichtweite bleiben. Die Erzieherinnen sagten uns dann, dass wir um 9.00h doch mal kurz in das Büro der Leitung gehen sollten, und sie würden sich um die Kinder kümmern. Um 9.30h sollten wir wieder kommen. Das hat auch sehr gut geklappt. Wir haben das Julius erklärt, dass wir kurz was unterschreiben müssten, und dann gingen wir hoch. Als wir um 9.30h wiederkamen, war es dann auch wieder Zeit zu gehen. Wobei Julius da schon sagte, er würde so gerne mit frühstücken. Wir besprachen dann, dass wir das morgen mal fragen. 

Zweiter Kindergartentag!
Kindergartenfrühstück zuhause ;-)
Am Mittwoch also, als wir um 8h eintrafen, fragten wir direkt ob Julius mit frühstücken kann. Und das war auch gar kein Problem. Ich ging dann um 8.45h wieder hoch (erst wurde ein bisschen geklammert, aber nach Erklärungen meinerseits bekam ich ein Kopfnicken und ein "na gut!") und wir vereinbarten 10.00h. Als es 10.00h war, kam eine der Erzieherinnen hoch, und sagte wir wollten das gerne auf 10.30h verlängern, es liefe sehr gut. Nach dem Frühstück konnte man sehen, wie alle Kinder nach draußen zum Spielen liefen. Ich sah dann auch Julius, und ein bisschen schmerzte mein Herz, da er sich sehr absonderte und für sich alleine spielte. Wenn sich dann manchmal ein großer Junge vor ihm aufbaute, und ich sah wie unsicher er war, hätte ich heulen können. Aber das Loslassen und ich, das ist halt so ein Thema. Er meisterte das aber wirklich prima. Als wir dann um 10.30h runter gingen, sagten die Erzieherinnen, dass wir auch jetzt dann nach Hause sollten, damit die Kinder lernen, wenn Mama oder Papa kommt, ist nach Hause gehen angesagt. Wenn Mama oder Papa arbeiten, können sie hier spielen. Als ich zu Julius ging, freute der sich zwar, spielte aber ganz begeistert weiter und zeigte mir seinen Sandkuchen. Er wollte gerne noch bleiben, aber ich überredete ihn dann mit mir zu kommen.  Er sagte aber dass er auch gerne mit zu Mittag essen möchte, und das verabredeten wir dann für morgen. Als wir gingen, fragte ich ihn ob es ihm gefallen hat, und ob alle lieb oder jemand doof zu ihm war. Darauf sagte er, dass 3 Jungen doof zu ihm waren. Ich fragte, was die Jungen denn gesagt hätten, und er sagte:"Die haben gefragt wie ich heiße! Ich mag das nicht!" - ich musste schon ein bisschen schmunzeln, und sagte ihm dass die Jungen vielleicht mit ihm spielen wollten, und deswegen gefragt haben. Und machte ihm den Vorschlag, beim nächsten Mal einfach zu antworten "ich heiße Julius, und wie heißt Du?" Das fand er dann auch eine gute Idee. Ach, mein kleiner großer Herzjunge. Manchmal machst Du Dir das Leben selbst so schwer. 






















Donnerstag dann war die Abgabe recht unproblematisch, Julius fragte zwar ob ich noch ein bisschen mit komme, und das sage ich ihm natürlich auch dass ich das tue. Ich sage dann auch, wenn ich nicht so lange bleibe, kann ich ihn ja eher wieder abholen, und das findet er dann ganz gut. Eine seiner Erzieherinnen nahm ihn dann in Empfang, und schickte mich quasi nach Hause, und ich sagte ich käme dann um 12.45h. Das war schon irgendwie komisch, aber es gab heute Pommes und Bockwürstchen und ein Eis als Nachtisch, und Julius freute sich darauf. Überhaupt hat er in dieser Woche einen Hunger, unfassbar! Am Mittwoch schlief er um 17.00h im Auto ein und wurde bis zum nächsten Morgen überhaupt nicht mehr wach. Da sieht man doch, wie anstrengend das auch für ihn ist. Als ich dann um 12.45h kam, saßen noch alle Kinder an den Tischen und aßen ihr Eis auf. Das sieht immer so süß aus. Julius zeigte mir dann noch das Waschbecken und wie toll er sich die Hände waschen kann - und er zeigte mir sein Handtuch, das unter dem Symbol mit dem Besteck hängt. Und dann verabschiedeten wir uns von allen und gingen nach Hause. Eine Erzieherin machte uns noch den Vorschlag, dass Julius morgen und Montag noch bis 12.45h bleiben soll, und dann Dienstag mal über Mittagsschlaf. Als wir gingen fragte Julius fast schon ein bisschen traurig, warum er nicht im Kindergarten schlafen dürfe, und ich sagte ihm wir würden morgen fragen, ob er morgen auch schlafen dürfe. Darüber freute er sich sehr.  

Am Freitag waren wir dann wieder um 8.00h da, und ich besprach dass Julius gerne mit schlafen wolle. Die Erzieherin sagte, dass dann aber keiner von den Betreuern aus dieser Gruppe mit oben wäre, und ich sagte dass ich nicht denke dass das ein Problem für Julius sei, wenn ja eh noch andere Kinder da wären. Heute gab es selbstgemachte Pizza, und da freute sich Julius schon drauf. Ich sagte ihm dann noch einmal, dass er seine Kuschelschildkröte und sein Feuerwehrkissen mit hoch zum Schlafen nehmen solle und ich würde ihn dann da abholen. Ich war natürlich schon ein wenig nervös, und so war ich um 14.00h schon im Gruppenraum, da war eine der Erzieherinnen mit einem Kind aus der Gruppe, der nicht mehr schläft, und sie sagte mir es wäre alles super gewesen. Julius hat gut gegessen, und er freut sich immer sehr wenn es nach draußen geht. Er spielt dann sehr selbständig und beschäftigt sich gut. Ich ging dann um 14.10h hoch in die Turnhalle und wartete bis die Tür auf ging. Julius kam an der Hand der Erzieherin mit als erstes raus und freute sich, mich zu sehen. Er setzte sich auf die Couch und ich zog ihm Hose und Schuhe an, und dann verabschiedeten wir uns. Er hatte zwar wohl nicht geschlafen, aber ausgeruht. Ich fragte ihn nachher im Auto, dass das wohl alles bestimmt sehr aufregend war, und dann erzählte er - immer noch aufgeregt ;-) - dass ein Fenster auf war, und immer wenn der Wind kam, bewegte sich der Vorhang, und das hat er die ganze Zeit beobachtet. 

Vor der Turnhalle. Hose und Schuhe zum Schlafen ausgezogen!

Und schwupps, war die erste Woche um. Am Samstag wurde Julius um 06.15h wach, und war fast schon traurig, als ich ihm sagte, dass heute kein Kindergarten ist, sondern Wochenende. "Dann können wir ja heute trödeln!!" war seine freudige Antwort ;-)

Was ich vermutet hatte, dass sich seine Nervosität durch Kratzen an den Händen zeigen wird, ist auch so eingetroffen. Wir mussten also am Freitag wieder einen Verband machen, aber das störte ihn eigentlich nicht. Oftmals fordert er das nachts schon selber ein, wenn alles zu sehr juckt. Diese Nacht hat er sehr schlecht geschlafen, gestern war im Allgemeinen auch kein guter Tag (Weinend aus dem Mittagsschlaf wach geworden weil schlecht geträumt und danach sehr unleidlich, kaum was gegessen den ganzen Tag), und heute Nacht musste ich tatsächlich die zweite Hand auch verbinden. Das haben wir aber heute morgen wieder entfernt. 

Ich merke, dass mich das natürlich auch beschäftigt. Ich habe volles Vertrauen in den Kindergarten und die Erzieherinnen, und ich weiß dass er dort viel Spaß haben wird. Ich möchte ihm gerne den kleinen Schupps geben, dass er mutiger wird, dass ihm die Flügel wachsen die ich ihm wünsche. Aber er ist nun mal ein kleines sensibles Seelchen, er zieht sich zurück, er ist bei weitem nicht so offen wie die anderen Kinder die dort eingewöhnt werden. Wobei er der Älteste ist, der jetzt startet. Ich bin froh, dass wir so lange gewartet haben und er die gute Zeit bei der Tagesmutter in der kleinen Gruppe hatte. In der Gruppe jetzt sind 19 Kinder auf 3 Erzieherinnen, das ist schon ein bisschen was anderes. Wenn ich ihn etwas frage, antwortet er sehr eifrig, zum Beispiel fragte ich ihn, ob man sich seinen Stuhl aussuchen dürfte, auf dem man mittags und morgens sitzt, und da antwortete er mir "da muss man eine Erzieherin fragen, und am besten auch nur dort wo Besteck liegt!" Ich vertraue einfach darauf, dass die Tagesmutter mir versichert hatte, dass er in der Zeit bei ihr sehr gut gelernt hat, sich auch durchzusetzen. Ich wünsche es ihm sehr.  

Mittwoch, 22. Juli 2015

Der kleine Bruder mit 3,5 Jahren!

Mit 3,5 Jahren möchtest Du -natürlich- den ganzen Tag spielen. Manchmal erinnerst Du uns dabei an ein Duracell-Häschen. Und schlafen willst Du natürlich nie ;-) Wahrscheinlich aufgrund der Neurodermitis schläfst Du immer noch sehr unruhig. Eigentlich hast Du noch nie wirklich gut geschlafen, aber daran haben wir uns gewöhnt. Manchmal weinst Du mitten in der Nacht, und das tut mir dann sehr leid, und ich möchte Dich dann einfach nur fest in den Arm nehmen und beschützen. Aber eigentlich bekommst Du das gar nicht wirklich mit, Du scheinst gar nicht wach zu sein. Aber auch das Einschlafen ist nie einfach. Manchmal hat man das Gefühl, Du möchtest den Tag einfach nicht loslassen ;-) Du bist an 4 Tagen bei Deiner Tagesmutter und spielst dort mit den anderen Kindern. Das war wirklich ein Glücksgriff für uns. Du hast dort tolle 2 Jahre verbracht und viel gelernt. Mittags schläfst Du dort übrigens immer recht problemlos 1,5-2 Stunden, wenn alle anderen auch schlafen. 



Dein liebstes Spielzeug sind Deine Feuerwehrmann-Sam-Sachen, Deine Polizei-Tasche, und Dein Big Bike (Amazon-Affiliate-Link: Big 56328 - Racing-Bike) Das Bike können wir wirklich mehr als empfehlen, es wird sehr geliebt, schon seit über 1 Jahr.


Feuerwehr ist grundsätzlich spitze, Polizei auch. Danach kommt aber auch schon Lego! Duplo hast Du lange verpönnt, aber jetzt - nachdem die kleinen Lego-Steine in Dein Leben getreten sind - interessierst Du Dich auch oft für Duplo. Und baust die wildesten Sachen mit Deinem Vater, wie zB das Empire State Building, Raketen, oder auch schon mal ganze Häuser mit Carports. Dein Parkhaus, was Dir die Schnullerfee gebracht hatte, findest Du auch immer wieder gut.

Du fährst gerne Laufrad, und weißt dass man dazu auch immer einen Helm tragen muss. Du spielst gerne auf dem Feuerwehr-Spielplatz nebenan (natürlich!), und bist immer gerne bei Oma und Opa "auf dem Land". Da sind natürlich das Spannendste die Traktoren.

Du sagst witzige Sachen, und bist ein pfiffiges kleines, äh - wie würdest Du sagen: "Ich bin groß-klein!" Kerlchen, dass uns wahnsinnig viel Freude bereitet. Wenn wir bei Oma und Opa Kaffee trinken und Kuchen essen, und Du sagst dann auf einmal "als Feuerwehrmann muss ich auf meine Figur achten!", dann ist das schon sehr lustig, vor allem wegen der Ernsthaftigkeit Deiner Absicht. Ich frage mich dann heimlich, woher solche Gedanken kommen und hoffe sehr, dass es in einer Folge Feuerwehrmann-Sam einmal so gesagt wurde...


Morgens nach dem Aufstehen trage ich Dich immer nach unten, und Du kuschelst Dich dann noch einmal fest an meinen Hals. Und manchmal gibst Du mir dann ganz viele Küsschen!

Dein Papa ist mittlerweile für Dich enorm wichtig. Vor einem Jahr war es noch so, dass es Dir nicht so wichtig war, dass wir alle gemeinsam etwas unternehmen, aber jetzt ist es für Dich wirklich extrem wichtig. Ich merke langsam auch den ersten wirklichen Abnabelungsprozeß, denn gestern, beim Laufrad-Fahren, da hast Du nicht nach den Autos geschaut uns bist einfach über die Strasse gefahren. Gut, es kam auch kein Auto und es war eine ruhige Seitenstrasse, aber dennoch habe ich sehr erschrocken "Stop!" gerufen, und habe Dir erklärt, dass Du bitte zurück an den Bürgersteig kommst und erst nach den Autos schaust. Deine Antwort war"Nichts darf ich! Du doofe Mama."- huch. Das hat schon ein bisschen gesessen bei mir. Wir haben uns später noch darüber unterhalten, und ich denke Du warst einfach so stolz, dass Du die ganze Zeit vorher so toll Laufrad gefahren bist, und ich habe Dich vielleicht erschrocken, weil ich so hektisch wurde. Wie auch immer. 

Gestern war sowieso ein komischer Tag. Abends hast Du mir dann gesagt, Du würdest jetzt alleine einschlafen und ich sollte gehen. Na ja, das hat dann auch nicht lange gedauert, bis Du wieder angetippelt kamst, mit leisen Füssen. Hast Dich an mich gekuschelt und bist dann irgendwann doch schnell eingeschlafen.....

Es ist manchmal anstrengend mit Dir, aber jeder Tag ist wunderbar. Und ja, es geht alles viel zu schnell. Manchmal habe ich Angst um Dich, manchmal habe ich Angst, dass unsere wundervolle Bindung nicht mehr so eng ist, gleichzeitig weiß ich natürlich dass ich Dich loslassen muss, denn Du sollst ein selbständiges, selbstbewusstes tolles Leben leben. Ich hoffe, ich kann Dir dabei helfen. Ich werde immer für Dich da sein, Du klein-großes Wunder.   



Montag, 15. Juni 2015

1. Mini-Kids-Trailrun!

Im Sauerlandpark fand am 31.05.2015 der 1. Mini-Kids-Trailrun statt, im Rahmen eines Trailruns und eines Treppenlaufwettbewerbs. Für die Kleinen galt es eine Strecke von 600m mit mehreren Hindernissen zu bewältigen. Das war ein Spaß! Julius und ich fuhren erst einmal hin und schauten uns das ganze Spektakel an. Zack, war er angemeldet - für 1 € Startgebühr :).

Die Eltern durften ihre Kinder begleiten, und Julius war richtig ernst bei der Sache! Es kam der Startschuss, wir flitzten los, zunächst über Heuballen, dann einen kleinen Berg auf einer mit Schmierseife versehenen Rutschmatte hoch, weiterlaufen, durch Feuerwehrschlauch-Wasser-Fontänen, dann ein Klettergerüst bewältigen und noch einmal einen Berg hoch und dann die asphaltierte Strasse wieder hinunter. Endspurt! Im Zielkorridor angekommen galt es noch ein Labyrinth aus Mülltonnen zu bewältigen und dann durch den Korridor unter dem Jubel von richtig vielen Zuschauern ins Ziel zu laufen! Dort wurden von dem diesjährigen "Deutschland sucht den Superstar"-Gewinner der Herzen, Antonio, die Medaillen umgehängt. Und dann, erstmal was trinken. 

Julius fand es toll! Auch wenn er etwas überwältigt von den vielen Menschen war. Ein toller Nachmittag, und ich bin sehr stolz. 


Dein erster Wettkampf, Deine erste Laufveranstaltung. Mit mir zusammen. 

Ich hoffe, wir werden noch viele folgen lassen!





Mia wurde im Juli 2007 geboren. Der nach 2 Tagen geäußerte Verdacht eines Chromosomendefektes bestätigte sich nach einer Woche: Mia hat das 21. Chromosom dreimal, Trisomie 21, bekannt als Down-Syndrom. Mit diesem Blog wollten wir alle Interessierten ursprünglich einladen, an Mias Entwicklung und wie sie die Welt entdeckte, teilzunehmen.

Mia verstarb am 24.04.2008 um 22.35h -nach 7-wöchigem Krankenhaus-aufenthalt- an den Folgen einer pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck), wahrscheinlich verursacht durch ihren angeborenen Herzfehler, ein großer ASD II. Sie wurde nur 9,5 Monate alt. Mia`s letzte Reise kann man hier direkt nachlesen.

Auch wenn Mia nicht mehr hier ist, ist sie immer in unseren Herzen. Dieses blog bleibt solange bestehen, wie wir meinen, dass es informieren und helfen kann. Viel zu viele Menschen haben ein völlig falsches oder gar kein Bild von Menschen mit Down Syndrom. Das wollen wir ändern, so wie Mia es uns gelehrt hat.

Lilypie Warten auf Adoption Ticker