Posts mit dem Label Eingewöhnung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eingewöhnung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 17. September 2015

Mittlerweile im zweiten Monat im Kindergarten

Der zweite Kindergartenmonat, der September, ist nun bald um, und ich glaube so langsam findet sich der kleine Prinz ein. Es war ab der dritten Woche sehr, sehr schwierig - und ich mochte das gar nicht festhalten, weil es mich selbst sehr beschäftigt hat- Ich glaube, als Julius realisierte, dass er nun immer in den Kindergarten geht, fand er es richtig blöde. Die großen Jungs und die Lautstärke bzw. Gruppenstärke haben ihm wohl richtig zu schaffen gemacht, er hatte zwischendurch richtig Angst, weil er die Kinder nicht kannte und sich nicht traute, den Erzieherinnen Bescheid zu sagen, wenn ihn jemand gehauen hatte oder anderes. Oder aber er traute sich, und sagte es dann so leise, dass es natürlich niemand hörte. Das sagte er zumindest selber so.

Zwischendurch wurde er nachts wach und schrie hysterisch "bitte bring mich nicht in den Kindergarten!!" - und schlief dann wieder ein. Einen Abend sah er ganz nachdenklich zur Zimmerdecke hoch und sinierte "Mama, ich glaube das wird nichts mit dem Kindergarten. Ich kann mich einfach nicht eingewöhnen." - ich war fassungslos, über seine Ausdrucksweise ;-) Eigentlich jeden Morgen war es ein regelrechtes Drama, er schrie schon morgens nach dem Aufstehen und bis zur Abgabe im Kindergarten. Immer wenn ich dann später anrief, sagte man mir er habe sich nach 10 Minuten sehr schnell beruhigt und alles war gut. Das kenn ich auch so, von der Tagesmutter. Dort war es ja auch so anfangs. Nun ja. Letzten Freitag war der erste Waldtag, und als ich mit Julius zum Treffpunkt kam, kamen 4 Kinder auf uns zugelaufen und riefen "Julius, Julius, da ist Julius!". Ich war erstaunt, er grinste nur verschmitzt, und ich dachte mir "dann kann es ja so schlecht nicht sein mit seinen Kontakten im Kindergarten!". Ich besprach mich noch einmal mit seiner Tagesmutter, und sie bestärkte uns aber auch noch einmal, dass wir da einfach durchmüssen. Ich habe Vertrauen in den Kindergarten und die Erzieherinnen, und versuche einfach sein Selbstbewußtsein zu stärken und den Kindergarten einfach Alltag sein zu lassen. Wir sprechen also nicht mehr andauernd darüber, sondern erzählen uns quasi nebenbei, wie unser Tag so war. Das klappt eigentlich ganz gut. Das Abgeben morgens haben wir besser im Griff, seitdem ich Julius morgens ein Herzchen auf den Arm male, und ihm sage, dass er das Herzchen ansehen soll wenn er mich vermisst - und das ich dann an ihn denke. Und, ich habe ihn gebeten, mir immer etwas mitzubringen, wenn er draussen spielt, einen kleinen Stein oder Zweig. Das macht er auch sehr fleißig, und ich glaube das ist eine gute Sache. Und natürlich muss er mir immer oben am Fenster winken, dann klappt es ganz gut mit dem Abschied.

Ansonsten hatten wir in den ersten 6 Wochen 2 fiese Erkältungen, einmal Kopfläuse und jetzt gerade Hand-Fuß-Mund-Erkrankung in der Gruppe. Das brauchten wir nicht! ;-)

Freitag, 10. Juli 2015

Kindergarteneingewöhnung!

Der kleine Prinz wird im August in den Kindergarten gehen. Nun haben wir schon einen Elternabend und zwei Schnuppernachmittage im Kindergarten hinter uns, und für uns ist das ganze recht spannend. Letztens hatten wir auch Besuch hier von den beiden Erzieherinnen, die die Merlin-Gruppe leiten, in die Julius gehen wird....und er hat schon mal sein ganzes Spielzeug gezeigt. So zurückhaltend er am Anfang war, umso mehr taute er auf, als die Erzieherinnen bei uns waren, und wir finden die beiden auch echt nett. Ich glaube, dass Julius da gut zurecht kommen wird, und habe vollstes Vertrauen. Mal sehen, wie es mit der Eingewöhnung dort sein wird - für mich ist es jedenfalls ein wenig komisch, dass Julius dann tatsächlich 5 Tage die Woche betreut wird- sonst hatten wir den Freitag immer für uns, um tolle Unternehmungen zu machen. 

Ich weiß auch ehrlich gesagt noch gar nicht, wann wir ihn dann nachmittags abholen wollen. Momentan ist er ja Montags bis Donnerstags von 08.00-15.30 bei der Tagesmutter. Bis 15.30h deswegen, weil er in der Regel von 12.30 bis 15.00h dort schläft. Sonst würden wir ihn auch eher holen, aber um 15.30h isst er halt wieder richtig wach und topfit. Normalerweise nehme ich in morgens mit, fahre danach zur Arbeit, und hole ihn dann eben auf dem Rückweg wieder ab. Ich arbeite ja auf einer 60%-Stelle, da klappt das ganz gut. 

Ich gehe aber eigentlich davon aus, dass er nicht mehr so lange schlafen wird mittags. Ich persönlich fände es schön, wenn er dann mittags im Kindergarten isst, und ich ihn um 15h abhole, sollte er noch schlafen. Wenn nicht, könnte ich ihn auch um 14h abholen. Ich glaube, dass ist ganz gut. Aber wir lassen das einfach mal auf uns zu kommen. Ich bin gespannt, wie es wird! 

Und gleichzeitig bin ich auch ein wenig traurig, dass die schöne Zeit bei der Tagesmutter vorbei ist. Nun war er 2 Jahre in diesem liebevollen Umfeld, mit Familienanschluss im wahrsten Sinne des Wortes, er hat so viele tolle Sachen dort erleben dürfen und es wurde sich so toll um ihn gekümmert. Wie wird das nun in der großen Gruppe? Wird er dort zurecht kommen? Wird es ihm alles zu laut sein? Hach, das Mutterherz. 

(Und dabei ist er doch gerade erst geboren! Und jetzt kommt er schon in den Kindergarten!)
Mia wurde im Juli 2007 geboren. Der nach 2 Tagen geäußerte Verdacht eines Chromosomendefektes bestätigte sich nach einer Woche: Mia hat das 21. Chromosom dreimal, Trisomie 21, bekannt als Down-Syndrom. Mit diesem Blog wollten wir alle Interessierten ursprünglich einladen, an Mias Entwicklung und wie sie die Welt entdeckte, teilzunehmen.

Mia verstarb am 24.04.2008 um 22.35h -nach 7-wöchigem Krankenhaus-aufenthalt- an den Folgen einer pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck), wahrscheinlich verursacht durch ihren angeborenen Herzfehler, ein großer ASD II. Sie wurde nur 9,5 Monate alt. Mia`s letzte Reise kann man hier direkt nachlesen.

Auch wenn Mia nicht mehr hier ist, ist sie immer in unseren Herzen. Dieses blog bleibt solange bestehen, wie wir meinen, dass es informieren und helfen kann. Viel zu viele Menschen haben ein völlig falsches oder gar kein Bild von Menschen mit Down Syndrom. Das wollen wir ändern, so wie Mia es uns gelehrt hat.

Lilypie Warten auf Adoption Ticker