"Morgen ist?"... fragt unsere Mia eigentlich jeden Tag mehrmals.
Heute sagen wir: Morgen, am 21.3., ist Welt-Down-Syndrom-Tag.
Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto "Inklusion - gefällt mir".
Der Grund dafür ist, dass vor ziemlich genau 5 Jahren die UN-Behindertenrechtskonvention von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert wurde.
In diesen 5 Jahren ist schon einiges in Bewegung geraten:
Sichtbar macht sich die Umsetzung der Inklusion vor allem im Schulsystem. Weniger bekannt ist, dass sie mehr ist als gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen.
Tatsächlich ist die Inklusion eine konsequente Weiterentwicklung einer demokratischen Gesellschaft, in der gleichberechtigte Teilhabe aller praktiziert wird – beim Spielen und Lernen, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit. Und sie gelingt vielerorts. Sie kostet Geld, aber vor allem fordert sie bei allen ein Umdenken.
Zu sehen und anzuerkennen, dass Menschen verschieden sind, ist der Beginn von Inklusion. Sie tut auf Dauer allen gut.
"Morgen ist...?"
Meistens, wenn Mia diese Frage stellt, hat sie natürlich am anderen Tag Schule. Und darauf freut sie sich - ungelogen - jeden Tag!
Mia ist ja im ersten Schuljahr der Grundschule Lindlar-Ost. Tapfer wandert sie jeden Morgen mit dem schweren Schulranzen den Berg hoch. Sie fühlt sich dort richtig wohl, sowohl in ihrer Klasse als auch in der OGS.
Es ist toll zu beobachten, wie gut sie lernt und wie viel Freude sie vor allem daran hat: Jeden Buchstaben und jede Zahl versucht sie zu entziffern und Wörter zu lesen. Sie kennt die Kinder um sie herum richtig gut und erzählt uns auch das ein oder andere von ihnen. Manchmal werden auch Lehrerinnen nachgeahmt ;-). Auch für Hanna ist es schön, dass sie dieses Schuljahr noch zusammen mit ihr an derselben Schule verbringen darf.
Wenn wir auf die Frage antworten, dass eine liebe Freundin aus ihrer Klasse am nächsten Tag zum Spielen kommt, freut sich Mia natürlich ganz besonders.
Einmal in der Woche ist Fußball angesagt und am Wochenende ab und zu ein Spiel. Auch da macht Mia begeistert mit - besonders wenn es um den Schlachtruf "Schwarze Füße - gelbe Zähne - SV Linde!" am Ende des Spiels geht - egal, wie viele Tore gefallen sind ;-).
Und dann ist da noch der Schwimmkurs, sonntags Kirche, Familienwochenenden und, und, und....
Das alles sind Schritte auf dem Weg der/zur Inklusion.
Deshalb freuen wir uns, wenn ihr morgen, wenn Welt-Down-Syndrom-Tag ist, aus der Sicht von Menschen wie Mia auf das Thema "Inklusion" schaut. Und vielleicht mögt ihr dazu ja auch mit dem Plakat im Anhang - per Email oder als Ausdruck - auch andere Freunde, Bekannte oder Verwandte dazu anregen.
Einen schönen Tag wünschen euch allen - egal, wie viele Chromosomen ihr habt -
Mia, Hanna, Sanne und Joerg
Montag, 31. März 2014
Am 21.03. ist Welt-Down-Syndrom Tag!
Mit leider etwas Verspätung kommt unser diesjähriger Beitrag zu diesem Tag! Ich bekam von meiner lieben Freundin Sanne dieses Schreiben über ihre Tochter Mia, das mir so zu Herzen ging, das ich es hier veröffentlichen möchte. Unsere Mia wäre nun schon bald 7 Jahre alt. Unvorstellbar.
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Mia wurde im Juli 2007 geboren. Der nach 2 Tagen geäußerte Verdacht eines Chromosomendefektes bestätigte sich nach einer Woche: Mia hat das 21. Chromosom dreimal, Trisomie 21, bekannt als Down-Syndrom. Mit diesem Blog wollten wir alle Interessierten ursprünglich einladen, an Mias Entwicklung und wie sie die Welt entdeckte, teilzunehmen.
Mia verstarb am 24.04.2008 um 22.35h -nach 7-wöchigem Krankenhaus-aufenthalt- an den Folgen einer pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck), wahrscheinlich verursacht durch ihren angeborenen Herzfehler, ein großer ASD II. Sie wurde nur 9,5 Monate alt. Mia`s letzte Reise kann man hier direkt nachlesen.
Auch wenn Mia nicht mehr hier ist, ist sie immer in unseren Herzen. Dieses blog bleibt solange bestehen, wie wir meinen, dass es informieren und helfen kann. Viel zu viele Menschen haben ein völlig falsches oder gar kein Bild von Menschen mit Down Syndrom. Das wollen wir ändern, so wie Mia es uns gelehrt hat.
Mia verstarb am 24.04.2008 um 22.35h -nach 7-wöchigem Krankenhaus-aufenthalt- an den Folgen einer pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck), wahrscheinlich verursacht durch ihren angeborenen Herzfehler, ein großer ASD II. Sie wurde nur 9,5 Monate alt. Mia`s letzte Reise kann man hier direkt nachlesen.
Auch wenn Mia nicht mehr hier ist, ist sie immer in unseren Herzen. Dieses blog bleibt solange bestehen, wie wir meinen, dass es informieren und helfen kann. Viel zu viele Menschen haben ein völlig falsches oder gar kein Bild von Menschen mit Down Syndrom. Das wollen wir ändern, so wie Mia es uns gelehrt hat.
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Mia, ich denk viel an Dich ... an Deine Mama!
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