Donnerstag, 21. Januar 2010

Each one unique

Nicht vergessen, vorher den Musikplayer rechts auf Pause stellen...


Freitag, 15. Januar 2010

Tagung “Inklusive Schule in NRW”

LAG SELBSTHILFE NRW e.V.

Tagung„Inklusive Schule in NRW“ am 20.02.2010

9.30 Uhr – 15.00 Uhr in 44135 Dortmund, Reinoldinum, Schwanenwall 34

Eine neue Dimension hat sich durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) durch den deutschen Bundestag 2008 aufgetan. Mit der Verabschiedung hat sich auch Deutschland in Art. 24 verpflichtet,

a) “Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem [...] und [...] Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen [auszuschließen];
b) Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen [zu gewähren].”

Die neue Dimension ist dadurch gegeben, dass das Vorenthalten von gleichberechtigten Angeboten gegenüber Menschen mit Behinderung zukünftig als Verletzung der Menschenrechte gewertet wird. Gleichzeitig bedeutet die Anerkennung der BRK auch, dass sich Deutschland – und damit das deutsche Schulsystem – dem internationalen Vergleich stellt und sich messen lassen muss an Schulsystemen, die international schon seit mehreren Jahren große Erfolge aufweisen. Es sind diese beiden zuletzt genannten Kriterien, die Hoffnung machen darauf, dass sich die Schullandschaft auch in Deutschland allmählich verändert, dass die zuständigen Ministerien sich bewegen und die Schulbehörden insgesamt weniger restriktiv mit Anträgen für den gemeinsamen Unterricht umgehen. Allerdings: Ohne unser Zutun, ohne die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten wird sich auch nach der neuen Ausgangslage nichts verändern! Es gibt immer noch genügend im Schulsystem Beteiligte und Verantwortliche, für die der inklusive Unterricht – aufgrund der Sozialisation im “alten System” – außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam über neue Wege im Rahmen einer Schule für alle Kinder zu diskutieren.

Programm

9.30 Uhr Begrüßungskaffee.
10.00 Uhr Begrüßung und Einführung ins Thema

10.15 Uhr Inklusion zwischen Überforderung und Innovation- Perspektiven für eine Schule für Alle, Einführungsvortrag Prof. Dr. Rolf Werning

11.00 Uhr Wie kann inklusive Schule gelingen?

12.00 Uhr Nachfragen, Diskussion
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Was können Elternverbände bewirken?
14.00 Uhr Podiumsdiskussion
15.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Zielgruppe
Die Tagung richtet sich an Aktive und Interessierte der Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen, vor allem an Eltern behinderter Kinder, an alle Eltern- und Lehrerverbände und an Landes- und Kommunalpolitiker, die ihren Schwerpunkt im Bereich Schule und Bildung haben.
Kosten Die Veranstaltung ist kostenfrei, für Tagungsgetränke und Mittagsimbiss ist gesorgt.

Tagungsort Reinoldinum , 44135 Dortmund, Schwanenwall 34

Anmeldung Eine schriftliche Anmeldung beim Veranstalter (LAG SELBSTHILFE NRW e.V.) ist erforderlich. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.


[http://www.blog.down-syndrom.org/?p=2465]

Dienstag, 12. Januar 2010

Steuererklärung leicht gemacht

Neuer Ratgeber hilft Eltern behinderter Kinder

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V. hat sein jährlich neu erscheinendes Steuermerkblatt für Familien mit behinderten Kindern aktualisiert. Das Merkblatt folgt Punkt für Punkt dem Aufbau der Formulare für die Steuererklärung 2009. So kann diese schrittweise und schnell bearbeitet werden.

Das Steuermerkblatt 2009/2010 berücksichtigt unter anderem die Änderungen, die sich durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz zum 1. Januar ergeben haben. Dazu gehört zum Beispiel die Erhöhung des Kindergeldes. Eingegangen wird ferner auf den gestiegenen Grenzbetrag der Einkünfte und Bezüge, den erwachsene Kinder nicht überschreiten dürfen, damit ihre Eltern Kindergeld beziehen können.

Ausführlicher als bisher und anhand vieler konkreter Beispiele wird erläutert, wie Eltern überprüfen können, ob ihnen im Jahr 2010 ein Anspruch auf Kindergeld für ihr erwachsenes Kind mit Behinderung zusteht. Berücksichtigt wird dabei die aktuelle Fassung der Dienstanweisung zur Durchführung des Familienleistungsausgleichs, die 2009 stark überarbeitet wurde und für die Familienkassen verbindlich ist. Erstmals dargestellt wird außerdem, unter welchen Voraussetzungen eine Auszahlung des Kindergeldes an das Sozialamt erfolgen kann.

Das Steuermerkblatt 2009/2010 steht im Internet unter www.bvkm.de in der Rubrik “Recht und Politik” kostenlos als Download zur Verfügung.Wer die ab Februar 2010 erhältliche gedruckte Version des Steuermerkblatts bestellen möchte, sende bitte einen mit 90 Cent frankierten (an sich selbst adressierten) Rückumschlag ( DIN lang ( an den: BVKM, Stichwort “Steuermerkblatt”, Brehmstr. 5-7, 40239 Düsseldorf.

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 28.000 Mitgliedsfamilien. Er vertritt u.a. die Interessen behinderter Menschen gegenüber Gesetzgeber, Regierung und Verwaltung.

www.bvkm.de

Freitag, 8. Januar 2010

Neue Ansätze in der Sprachförderung von Kindern mit Down-Syndrom

Lesen - Sprechen - Verstehen


In den letzten Jahren haben neue Ansätze in der Frühförderung von Kindern mit Down-Syndrom erstaunliche Ergebnisse gezeigt. Am 12. Februar 2010 veranstaltet der Martinsclub Bremen e.V. in Kooperation mit der Universität Bremen einen Fachtag, auf dem erfolgversprechende Methoden der Sprachförderung vorgestellt werden.


Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wahrnehmung und Sprachentwicklung von Kindern mit Trisomie 21 bilden den fachlichen Ausgangspunkt der Veranstaltung. InhalteUm einen Menschen zu verstehen, ist es wichtig, sich in seine Welt hinein zu versetzen. Wie Menschen mit Trisomie 21 wahrnehmen und denken erfahren sie in einer neuropsychologischen Analyse von Prof. Dr. Zimpel.


Das Neue, Erstaunliche: zuerst Lesen lernen, um dann Sprechen zu lernen, schon vom Kleinkindalter an. Die eingeschränkte Wahrnehmung bei Trisomie 21 im auditiven Bereich wird durch die visuellen Stärken der Kinder kompensiert. Über das Visualisieren und (Be-) Greifen wird die Sprache vermittelt und Aussprache verbessert. Es werden zwei Ansätze vorgestellt. Frau Dr. Manske vertritt die kulturhistorische Schule zum Spracherwerb bei Kindern schon ab 3 Jahren. Sie wird ihren Vortrag sehr praxisnah gestalten.


Das Frühe Lesen nach Sue Buckley wird von Frau Prof Pixa-Kettner vorgestellt. Zum Verständnis wird Frau Prof. Rothweiler in die Sprachentwicklung von Kindern mit Trisomie 21 einführen. Konsequenzen für die Förderung und den Unterricht wird zum Abschluss des Fachtages Frau Prof. Seitz aufzeigen.

Anmeldung/Informationen: Martina Albert 0421/ 53 747 69
kolleg@ martinsclub.de http://www.martinsclub.de/
Buntentorsteinweg 24/2628201 Bremen
Kosten (incl. Verpflegung) 85,- € Frühbucherrabatt bis 15.12.09 105,- € NormalpreisErmässigungen: 45,- €
Elternteil/Studenten/Hilfeempfänger

Referenten/-innen:
Prof. Dr. Andre Zimpel, Universität Hamburg.
Prof. Dr. M onika Rothweiler, Universität Bremen
Dr. Christel Manske, Hamburg
Prof. Dr. Ursula Pixa-Kettner , Universität Bremen
Prof. Dr. Simone Seitz, Universität Bremen

ZielgruppeFrühförder/-innen, Erzieher/-innen, Sprachheiltherapeut/-innen, Logopäd/-innen, Behindertenpädagogen/-innen, Lehrer/-innen, Eltern

Termin/Ort
Freitag 12.Februar 2010
10.30 – 18.00 Uhr


(nach einem Hinweis der IDS Unna)

Montag, 4. Januar 2010

O brave new world, that has such people in't

Neues aus Österreich:

Das perfekte Neujahrsbaby

Im halb benommenen Zustand der Feiertagsverdauung konnte man eine kleine Nachricht dieser Tage fast überlesen und überhören: Ab 1. Jänner 2010 müssen Mütter, um das volle Kindergeld zu bekommen, drei neue Untersuchungen im Mutter-Kind-Pass vorweisen. Sie müssen kontrollieren lassen, ob sie das HI-Virus in sich tragen, ob sie an so genannter Schwangerschaftsdiabetes leiden und sie müssen schon in der achten bis zehnten Schwangerschaftswoche eine Ultraschalluntersuchung vornehmen lassen. Letztere diene, wird argumentiert, der Früherkennung von Eileiterschwangerschaften, einerseits, und der „frühen Entdeckung der Auswirkungen von etwaigen Chromosomenschäden beim Fötus“, andererseits.

Liest sich locker und logisch. Freiwillig und gegen eigene Bezahlung, sofern man nicht als „Risikoschwangere“ galt, konnte man diese Befunde auch bisher erheben lassen.

Nun führt man aber die Verpflichtung auf ein Wissen ein, das im frühen Schwangerschaftsstadium noch sehr vage ist. Ultraschallbilder können in der Frühschwangerschaft nur wenige „Fehler“ des Kindes mit höherer Wahrscheinlichkeit darstellen. Vor allem Herzfehler, die auf ein Down-Syndrom schließen lassen.

Ein Verdacht bei ersten Untersuchungen zieht weitere Interventionen nach sich. Nackenfaltenmessung, weiterer Ultraschall, Blutwerte, Hormon-Test, und dann noch immer keine Sicherheit, sondern nur eine Prognose: Ihr Kind wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gesund sein. Am Ende die Frage, der jede Frau ausweichen will: Schwangerschaft abbrechen oder nicht?

Bislang blieb es Frauen vorbehalten, sich freiwillig für pränatale Untersuchungen ihres Kindes zu entscheiden. Es gab so etwas wie ein Recht auf Nichtwissen, auf Überraschung, auf Vertrauen, mit dem Kind, wie es sich zeigen würde, leben zu können. Verbindliche Untersuchungen machen dieser Selbstbestimmung ein Ende.

Auch wenn diese Vorsorge gut gemeint ist, geht sie zu weit. Gibt es eine Pflicht zum gesunden Kind? Unklare Befunde können die Schwangerschaft zu einer Zeit ohne gute Hoffnung machen. Noch ist kaum erforscht, wie das Kind im Mutterleib auf ständige Untersuchungen reagiert. Von hoch frequentem Doppler-Ultraschall wird etwa in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft abgeraten – die Wachstumsfugen der Knochen des Ungeborenen könnten geschädigt werden. Noch weiß man wenig, welche Bindung eine Mutter an ihr Kind entwickelt, wenn sie es mit Vorbehalt in sich trägt.

Wie sagt der Arzt, die Ärztin, einer Patientin, dass ein Verdacht auf eine Fehlbildung vorliegt? Wer macht deutlich, dass jede Diagnose auch von der Erfahrung der Mediziner abhängt, der Qualität der technischen Geräte, der Fruchtwassermenge und ähnlichem? Wer begleitet die Eltern bei der schwierigen Antwort auf die Frage nach den Konsequenzen „auffälliger“ Befunde?

Diese neue Mutter-Kind-Pass-Bestimmung ohne breite öffentliche Diskussion zu verordnen, halte ich für höchst problematisch.

Und Frauen mit Geldentzug zu bestrafen, wenn sie sich der Untersuchung verweigern, ist eine Bevormundung, die man nicht einfach hinnehmen sollte.

Dr. Christine Haiden ist Chefredakteurin der Zeitschrift Welt der Frau.
christine.haiden@welt-der-frau.at


[http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/haiden/art13342,315104]

I carry your heart with me

Ich trage Dein Herz bei mir.
Ich trage es in meinem Herzen.

Nie bin ich ohne es.

Wohin ich auch gehe, gehst Du meine Teure.
Und was auch nur von mir allein gemacht wird, ist Dein Werk, mein Schatz.
Ich fürchte kein Schicksal, weil Du mein Schicksal bist, mein Liebling.
Ich will keine Welt, weil Du meine Schöne, meine Welt bist, meine Liebste.

Hier ist das tiefste Geheimnis, um das keiner weiß.
Hier ist die Wurzel der Wurzel.
Und die Knospe der Knospe.
Und der Himmel des Himmels, eines Baumes namens Leben.
Der höher wächst, als unsere Seele hoffe, unser Geist verstecken kann.
Das ist das Wunder, das den Himmel zusammen hält.

Ich trage Dein Herz.
Ich trage es in meinem Herzen.


"I carry your heart with me"
~ E.E. Cummings
Mia wurde im Juli 2007 geboren. Der nach 2 Tagen geäußerte Verdacht eines Chromosomendefektes bestätigte sich nach einer Woche: Mia hat das 21. Chromosom dreimal, Trisomie 21, bekannt als Down-Syndrom. Mit diesem Blog wollten wir alle Interessierten ursprünglich einladen, an Mias Entwicklung und wie sie die Welt entdeckte, teilzunehmen.

Mia verstarb am 24.04.2008 um 22.35h -nach 7-wöchigem Krankenhaus-aufenthalt- an den Folgen einer pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck), wahrscheinlich verursacht durch ihren angeborenen Herzfehler, ein großer ASD II. Sie wurde nur 9,5 Monate alt. Mia`s letzte Reise kann man hier direkt nachlesen.

Auch wenn Mia nicht mehr hier ist, ist sie immer in unseren Herzen. Dieses blog bleibt solange bestehen, wie wir meinen, dass es informieren und helfen kann. Viel zu viele Menschen haben ein völlig falsches oder gar kein Bild von Menschen mit Down Syndrom. Das wollen wir ändern, so wie Mia es uns gelehrt hat.

Lilypie Warten auf Adoption Ticker