....um die Öffentlichkeit auf das Down-Syndrom aufmerksam zu machen.... 
Schwangerschaft, Geburt, Baby, Kleinkind, Schulkind, Teenager... Normalerweise sieht so die Vorstellung einer jeden Mutter aus, wenn sie ein Kind erwartet. Was aber, wenn schon zu Beginn der Schwangerschaft klar ist, dass das Kind nicht gesund sein wird? Abtreibung - Austragen: zwischen diesen Polen müssen sich heutzutage Frauen entscheiden, denen ein solches Schicksal widerfährt. In einer Gesellschaft, die immer mehr dazu tendiert, Babys "normgerecht" zu erwarten, ist es für eine Familie sehr schwer, wenn sie sich FÜR ihr besonderes Kind entscheidet. Die Erfahrungen einer Mutter mit Ärzten und Pflegepersonal, mit betroffenen Eltern, mit Freunden und Verwandten; die schönen und schmerzlichen Erlebnisse mit ihrem besonderen Kind - David - können Sie in diesem Buch nachlesen. Es geht nicht darum zu klagen, sondern im Mittelpunkt steht das Glück, David erleben zu dürfen. Ein Glück, an dem die ganze Familie teilhatte und das die Autorin nun auch betroffenen und interessierten Eltern weitergeben will. Damit nicht nur Leid, Trauer, Erschrecken und Wut den schwierigen Weg dieser Familie prägen werden.
Der Umgang mit dem ungeborenen Leben gerät in unserer Gesellschaft außer Kontrolle. Es verletzt mich als Mutter, und es wird viele andere eines Tages verletzen. Diese Art und Weise, mit der unsere Gesellschaft mit Unterschieden umgeht. Wissenschaftler und Ärzte arbeiten daran, die Existenz, das Sein des "Andersartigen" zu verhindern. Ich erinnere mich an einen Artikel, überschrieben mit "Frühe Warnung". Es ging um das Erst-Trimester-Screening und darüber, babys mit Down-Syndrom besser früher als später auszumachen, so dass es für Frauen eine weniger "scheußliche" Entscheidung ist, sie abzutreiben, als wenn sie warten müssten, bis sie schon "das Trippel-Trampel von Baby-Tritten" spüren. Genauso wird mit Babys mit Edward- oder Pätau-Syndom umgegangen. Babys, bei denen eine Trisomie 21 festgestellt wird, besitzen ein Extra-Chromosom, das sie sich verzögert entwickeln läßt. Sie brauchen länger, um alles zu lernen. Viele haben Herzprobleme. Sie sind kleiner als der Durchschnitt. Sie lernen anders und machen andere Fortschritte. Was ist so schlimm daran? Wir Menschen fürchten das, was wir nicht kennen. Und wenige von uns kenen jemanden mit Trisomie.
(S. 33 f., Dalila Simon, Dann werde ich Dich tragen)
http://www.liebig.ch/simon.html

Hallo Claudia, Du hast eine wunderschöne Seite für Deine kleine Maus eingerichtet, meine Hochachtung für das, was Du durchmachst. Auch ich musste mich vor vielen Jahren mit dem Gedanken auseinandersetzen, ein behindertes Kind neben meinem gesunden Mädchen zu haben. Mein kleiner Sohn wurde dann aber nur 21 Tage alt. Zwei Jahre später habe ich dann wieder einen Sohn geboren, mit dem gleichen Namen aber einer anderen Schreibweise. Besonders in den ersten Jahren hatte ich das Gefühl, er hat die Energie und das Temperament von meinem Winzling zusätzlich in sich. Ersetzen kann er ihn nicht, aber ich liebe ihn unendlich. Das Dich ausgerechnet diese beiden Lieder berühren, kann ich gut nachvollziehen. Alles Gute, Kathrin
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